Energieausweis

Als Energieausweis wird ein Dokument bezeichnet, welches Auskunft über den energetischen Zustand eines gibt. In der Regel wird der Energieausweis bei der Vermietung oder dem Verkauf eines Objektes ausgestellt. Wird ein Objekt verkauft oder vermietet ist der Energieausweis gesetzlich vorgeschrieben und muss spätestens bei der ersten Besichtigung vorliegen. Er ist 10 Jahre ab Ausstellungsdatum gültig.

Man unterscheidet zwei Arten des Ausweises:

  • Bedarfsausweis
  • Verbrauchsausweis

 

Energiebedarf:

Der Endenergiebedarf setzt sich zusammen aus einer Berechnung für das Objekt/Haus. Für einen niedrigen Bedarf ist es entscheident eine gute Wärmedämmung, Fenster mit Wärmeschutzverglasung, eine effiziente Heizanlage und eine Zwischendeckenisolierung zu haben. Eine effektive Steuerung der durch Raumthermostate wirkt sich ebenfalls positiv aus. 

 

Verbrausausweis:

Der Verbrauchskennwert wird aus den realen Verbräuchen der letzten drei Jahre errechnet. Er stellt daher in Verbindung mit dem Energieträger (Gas, Öl, Holz) und den Klimafaktoren des Standortes die Energiekosten des Gebäudes wieder. Die Angabe erfolgt bei beiden Ausweisen in Kilowattstunden pro m² und Jahr.

 

Der Energieausweis muss beim Deutschen Institut für Bautechnik registriert sein. Ausnahmen: Baudenkmale benötigen keinen Energieausweis.

Grundsätzlich gilt: Je niedriger der Kennwert ist, desto besser ist das Gebäude energetisch eingeordnet. Und destoweniger Energiekosten verursacht die Beheizung des Hauses oder der Wohnung. Durch bestimmte Maßnahmen kann aber ein Bestandsgebäude energetisch aufgewertet werden. Dazu gehören die Dämmung der letzten Geschossdecke, die Dämmung der Kellerdecke, Austausch alter Fenster und Haustüren. Wichtig ist aber, dass alle Maßnahmen in einem wirtschaftlichen Verhältnis zwischen dem Aufwand und dem Einsparpotential liegen.