Besitzübergang

Vollständig heißt der Besitzübergang tatsächlich: Übergang von Besitz, Nutzungen, Lasten und Gefahr. Steuerlich gesehen ist der Zeitpunkt des wirtschaftlichen Eigentums. Der Besitzübergang stellt noch nicht die Eintragung des neuen Besitzers im Grundbuch dar, der erfolgt in der Regel später. Beim Besitzübergang steht dem Käufer die Nutzung zu, er darf renovieren, vermieten oder wieder verkaufen und bekommt die Schlüssel ausgehändigt. Ab diesem Zeitpunkt sind vom neuen Besitzer in der Regel auch die öffentlichen Lasten zu tragen, also Anliegergebühren oder Grundsteuer. Da zu diesem Zeitpunkt auch die Gefahren auf den neuen Besitzer übergehen, sollte er sich um einen ausreichenden Versicherungsschutz kümmern. Aber Achtung: Bei einer vermieteten Wohnung steht dem neuen Eigentümer zwar die Mietzahlung zu, aber er darf auf keinen Fall schon die Miete erhöhen oder gar eine Eigenbedarfskündigung aussprechen. Das geht erst nach der Eigentumsumschreibung im Grundbuch.