Baulastenverzeichnis

Es handelt sich um ein Verzeichnis außerhalb des Grundbuchs, welches bei den Bauämtern/Bauverwaltungen geführt wird und auch dort eingesehen werden kann.

Stehen Verpflichtungen im Baulastenverzeichnis, so sind diese beim Verkauf auch für den Rechtsnachfolger (Käufer) verpflichtend. Als mögliche Baulasten gelten Zum Beispiel Anbau-, Abstandsflächen-, Stellplatz- und Freiflächenbaulasten. Wenn sich daraus Beschränkungen für das Grundstück, die Nutzung oder die Verwertung ergeben, können diese erheblich und deutlich wertmindernd sein. Wenn auf dem eigenen Grundstück Abstandsflächen als Baulast eingetragen sind (zum Beispiel damit der Nachbar ein Fenster einbauen kann) dann kann der Eigentümer des Grundstückes auf dieser Fläche nichts bauen. Das kann unter Umständen die eigenen Gestaltungswünsche unmöglich machen.

Der Notar sieht das Baulastenverzeichnis im Übrigen nicht ohne ausdrücklichen Wunsch des Käufers ein. Als Erwerber einer Immobilie sollten Sie also im Zweifel bei der zuständigen Baubehörde anfragen, ob überhaupt und wenn ja welche Baulast eingetragen sind.

Für Hannover ist das zum Beispiel das

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